Übung: Levitation
Setz Dich bequem auf einen Stuhl und stell Deine Beine zusammen. Beginne, mit ein paartiefen und ruhigen Atemzügen eine Beruhigung einzuleiten. Lege die Hände getrennt auf Deine Knie.
Suche für Deine Augen einen Fixationspunkt. Wähle ihn am besten auf dem Fußboden, so dass Du mit weitgestelltem Blick die beiden Hände noch im Auge hast. Prüfe zunächst mehrfach durch willkürliches Kippen der linken und dann der rechten Handaus dem Handgelenk, in welcher Hand Dir diese Kippbewegungen leichter fällt.
Wiederholedasselbe mit Kippbewegungen der Unterarme aus dem Ellenbogengelenk, dann mit der Anhebung des ganzen Armes aus dem Schultergelenk. Eine Levitation (unwillkürliches Anheben) kann nur mit der Hand, mit dem Unterarm oder dem ganzen Arm erfolgen. Stellauf diese Weise fest, welche Form der Arm- bzw. Handlevitation für Dich am natürlichsten ist.
Lege dann die Hände so auf die Unterlage, dass sie diese nur mit den Fingerspitzenberühren. Der Handteller ist dabei hohl und befindet sich ungefähr 5 cm über der Unterlage. Nun presse die Fingerspitzen drei Sekunden lang mit aller Kraft des ganzen Armes auf die Unterlage. Wenn Du dann abrupt nachlässt, heben sich die Hände meist von allein.
Auch wenn die Hände auf die Unterlage zurücksinken, stelle fest, ob in der leichterenHand zuerst ein Kribbeln oder ein Gefühl der Taubheit spürbar wird. Das kann sich vonden Fingerspitzen über die Finger ausbreiten. Schließlich erreicht es das Handgelenk und überzieht Deine Hand mit einem Gefühl von Unempfindlichkeit wie ein Handschuh.
Du kannst nach einer Weile nicht mehr genau sagen, ob Deine Hand noch überall die Unterlageberührt oder ob sich schon eine Schicht - Bruchteile von Millimetern - dazwischen geschoben hat.
Das zunehmende Gefühl der Leichtigkeit beginnt im Allgemeinen damit, eine gewisseSpannung im Handteller zu verspüren. Weiter wirst Du leicht feststellen, dass mit jedem Einatmen der gesamte Oberkörper sich ein wenig hebt, und Du kannst dieses Anheben bis in die Hand verfolgen. Nutze diese wiederkehrende Hebebewegung, um der Hand die Möglichkeit zu geben, das Gefühl der Leichtigkeit zu erfahren.
Stell Dir vor, dass sich unter der Hand ein Luftkissen befindet, das sich mit jedem Ausatmen mehr füllt, so dass die Hand allmählich gehoben wird.Anfangs sinkt sie mit dem Einatmen ein und hebt sich beim Ausatmen. Später wird das Luftkissen unter der Hand mehr und mehr gefüllt, so dass sie sich nur noch hebt.Vielleicht ist die Vorstellung leichter, dass die Hand mit dem Ausatmen aufgeblasen wird wie ein Ballon und mehr und mehr schwebt.
Du kannst Dir auch vorstellen, dass Luftballons, die mit unsichtbaren Fäden an den Fingern befestigt sind, die Hand behutsam nach obenziehen. Es kann erleichternd sein, nichts dazu tun zu müssen. So, als ob Du in der Badewanne liegst, in einem warmen duftenden Bad, und Deine Arme auf der Oberflächetreiben wie ein Stück Holz.
Auch ohne dass sich Deine Hand schon bei den ersten Versuchen hebt, kann Dir das Gefühlvon Taubheit und Unempfindlichkeit auffallen. Du kannst das prüfen, indem Du eine Kneifprobe an der Haut auf dem Handrücken, mit Daumen und Zeigefinger der anderen Hand, vornimmst.
Dies ist eine Übung, die Du beispielsweise zur Schmerzbewältigung einsetzen kannst. Wennes Dir gelungen ist, das Taubheitsgefühl zuverlässig zu erzeugen, kannst Du die Hand aufdie schmerzende Stelle legen (den Rücken, die Wange), und das Gefühl von Taubheit wirdsich übertragen. Vorher ist jedoch Verschiedenes zu bedenken. Der Schmerz kann das Signal für eine organische Schädigung sein, die behoben werden kann. Etwa Zahnschmerzen oderBauchschmerzen oder solche von einer Zerrung oder anderen Verletzungen.
Nur wenn die Ursache bekannt ist, z. B. bei einem Tumorpatienten, bei dem Schmerzen trotz der richtigenmedizinischen Versorgung auftreten, wenn die Schmerzen von einer versorgten Wundeausgehen oder wenn Du beim Zahnarzt die Spritze vermeiden willst, ist die hypnotische Schmerzbehandlung sinnvoll.
Wenn Du die Handlevitation zur Routine für die Selbsthypnose machen willst, wirst Du späterin Trance gehen, auch wenn die Finger ganz unauffällig nur wenige Millimeter über der Unterlage schweben. Wenn Du jetzt rückwärts von drei auf eins zählst, wirst Du wie nacheinem kurzen erholsamen Schlaf die Augen öffnen, falls sie geschlossen waren, und erfrischtin den Alltag zurückkehren.
Hypnotische Sprachmuster
Von Hanspeter Eberle (http://mehr-lebensfreude.ch/, http://zielgenau.ch/)
Klassische Hypnose
Die in der klassischen Hypnose verwendeten Sprachmuster sind direkte und klare Anweisungen, die mit entspannter Stimme gegeben werden. Zum Beispiel:"Schliess Deine Augen…, Entspanne Deine Augenmuskeln…"
Ericksonsche Hypnose
Milton Erickson gilt als der Meister der indirekten und permissiven Suggestion. Was nicht heisst, dass er nicht auch ganz schön autoritär sein konnte, wenn es angezeigt war. Seine autoritäre Seite steht nicht so im Rampenlicht - sie ist ja auch weniger spektakulär als das, wofür er zur Kultfigur gemacht wurde.
Eine permissive Suggestion kommt für den Hypnotisanden wie eine unverbindliche Einladung daher. Das erhöht den Rapport und die Suggestibilität. In der indirekten Suggestion musst Du zweimal hinschauen, um eine Suggestionzu erkennen.
Mit verschiedenen Sprachmustern und Geschichten hat Erickson so getan, als ob er von Dingen spricht, die mit dem Hypnotisanden nichts zu tunhaben. Sein Ziel dabei war, dass das Unbewusste des Klienten erkennt, um was es geht und die entsprechenden Veränderungen vornimmt.
Sprachmuster-Unterschiede in den Suggestionen
Autoritär: "Gib mir bitte ein Glas Wasser!"
Permissiv: "Würdest Du mir bitte ein Glas Wasser geben?!"
Indirekt: "Hast Du auch eine trockenen Kehle?"
Autoritär: "Denk mal darüber nach!"
Permissiv: "Vielleicht magst Du Dir etwas Zeit nehmen um mal darübernachzudenken?!"
Indirekt: "Nicola Tesla gilt als einer der bahnbrechenden Entdecker und Erfinder. Immer dann, wenn er ein Problem zu lösen hatte,setzte er sich ganz entspannt vor sein Haus und gönnte sicheine Zeit der Ruhe. Während dieser Zeit erlaubte er seinenGedanken, frei zu fliessen. Und wie von alleine fanden sie sichzu einer Idee zusammen, die ihm dienlich war."
Meine Erfahrung damit ist, dass ein guter Mix von allen drei Suggestionsarten die besten Resultate bringt. Wichtig für Dich ist, wertfrei wahrzunehmen was vom Klienten kommt und damit zu arbeiten.
Du kannst aus Diskussionen, Werbespots und ähnlichem lernen, solche Muster zu erkennen.vUnd kannst das eine oder andere in Deine Sprache einflechten und einfach malbeobachten, wie Deine Gesprächspartner reagieren.
Hanspeter Eberle (Doctor of Clinical Hypnosis), http://mehr-lebensfreude.ch/, http://zielgenau.ch/
Die Selbsthypnose – Teil 1
Es gibt ungezählte Methoden, mit denen Selbsthypnose induziert werden kann. Fast jedes Buch zu diesem Thema empfiehlt eine andere Technik zur Einleitung der Trance. Zwei Techniken aber versprechen meiner Meinung nach den besten Erfolg: „Schlaf-Suggestion“ und „Objektfixierung“.
Im Teil 1 der Selbsthypnose geht’s um die „Schlaf-Suggestion“! Sie sollten die Suggestionen „in Gedanken“ formulieren. Die Worte müssen als lebendiges Bild vor Ihrem geistigen Auge erscheinen. Wenn der Geist diese Botschaften empfängt, reagiert der Körper mit entsprechenden physiologischen Reaktionen. Suggerieren Sie also, dass Sie entspannen, finden in Ihrer Muskulatur tatsächlich Veränderungen statt, die in physiologische Entspannung münden. Sie sollten bedenken, dass es sich bei der Hypnose um einen systematischen Prozess handelt.
Jeder einzelne Schritt ist wichtig, da er mit den vorhergehenden und nachfolgenden Abschnitten in direkter Beziehung steht. Darüber hinaus gibt es bei allen Hypnosetechniken keinen Anlass zur Eile. Sie werden bald feststellen, dass es einige kleine Übungsstunden braucht, um einen Trancezustand herbeizuführen. Andererseits: Je öfter Sie üben, desto schneller werden Ihre Suggestionen Wirkung zeigen.
Bevor Sie sich nun mit den Hypnosetechniken befassen, sollten Sie einen Ort aufsuchen, an dem Sie nicht gestört werden. Es ist wichtig, jede Ablenkung zu vermeiden. Am besten stellen Sie das Telefon aus und die Türklingel ab. Legen Sie die Sitzungen in eine Tageszeit, zu der möglichst wenig passiert - vielleicht am frühen Nachmittag.
Wir befassen uns zunächst mit der Schlaf-Suggestion: Legen Sie sich dazu auf ein Bett oder eine Couch auf den Rücken. Ihre rechte Hand (bei Linkshändern die linke) ruht auf der Brust, die Handfläche nach unten; der andere Arm entspannt an der Seite. Schließen Se die Augen und entspannen Sie sich. Nehmen Sie sich die Zeit, alle Aufregungen und Ärgernisse aus Ihrem Kopf zu verbannen.
Beginnen Sie mit der Hypnoseprozedur erst dann, wenn Sie sich völlig entspannt haben. Sind Sie soweit, dann suggerieren Sie sich Folgendes: „Ich fühle mich wunderbar träge und entspannt. In wenigen Sekunden werde ich mich in eine tiefe hypnotische Trance versetzen. Ich weiß, dass ich dabei weder die Kontrolle über mich selbst, noch über irgendwelche Fähigkeiten verlieren werde. Vielmehr werde ich absolute Kontrolle über mich haben. Ich registriere alles, was um mich herum geschieht. Sollte etwas geschehen, das meine Aufmerksamkeit erfordert, wenn zum Beispiel jemand ins Zimmer kommt, jemand nach mir ruft oder etwas in meiner Umgebung passiert, werde ich sofort aufwachen. Sobald ich aufgewacht bin, fühle ich mich erfrischt, entspannt und hellwach. Ich werde jetzt beginnen.
Wie es weitergeht, erfahren Sie im nächsten Newsletter im Teil 2.
Viel Spaß beim Umsetzen wünscht Ihnen Tom Krause
PS: Natürlich interessieren mich Ihre Erfahrungen. Schreiben Sie mir eine E-Mail an: info@charismacare.de.
PPS:
.S.: Noch ein paar Empfehlungen in eigener Sache:
Download für Ruhe in Kopf und Herzen noch bis 31. August für 9,95 Euro:
http://www.hypnosmeetsmetis.de/der-knoten-und-die-schleife/
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Körpersprache kennen die meisten Menschen, Mikrokörpersprache hingegen die wenigsten. Sie ist das Handwerkszeug eines jeden Hypnotiseurs.
Mit der Mirkrokörpersprache kann der Zustand des Probanden (Klienten) besser erkannt werden. So lassen kleine Hautrötungen (z. B. an den Wangen), das sichtbare Entspannen einzelner Gesichtsmuskeln oder eine Veränderung der Atemfrequenz auf einen veränderten Bewusstseinszustand schließen.
Doch um diese und viele anderen Veränderungen wahrzunehmen, müssen Sie als Hypnotiseur Ihre Sinnesaufmerksamkeit sehr hochschrauben.
Dazu empfehle ich folgende Übung:
Auf einem Seminar wanderte einmal ein handelsübliches Feuerzeug durch die Hände aller Teilnehmer. Es sollten so viele Dinge wir möglich beschrieben werden, die an diesem Feuerzeug wahrgenommen werden konnten (z. B. glatte Oberfläche, Farbe Orange, Metallbügel, etc.). Insgesamt wurden 150 (!) Wahrnehmungen gemacht.
Können Sie das auch? Nehmen Sie sich für eine Woche jeden Tag einen (einfachen) Alltagsgegenstand vor. Schreiben Sie mindestens 40 Wahrnehmungen auf, die Sie erkennen.
In der Woche darauf führen Sie die gleiche Übung mit Menschen durch. Hierbei sollten Sie sich natürlich deren Einverständnis holen. Danach werden Sie bemerken, wie einfach es ist, Ihre Klienten und Ihre Umwelt viel genauer
wahrzunehmen.
Viel Spaß beim Umsetzen!
Tom Krause
P.S.: Noch ein paar Empfehlungen in eigener Sache:
Schluß mit der Scheiße in Kopf und Herz:
http://www.hypnosmeetsmetis.de/der-knoten-und-die-schleife/
Das Programm Deines Lebens:
Geld durch Zuhören?